Projekt Kick-Off: FeatureCloud

Vom 13.2.2019 bis 15.2.2019 fand in München der offizielle Kick-off unseres neuesten Forschungsprojekts FeatureCloud statt, das von der TU München koordiniert wird.

Das H2020-Projekt FeatureCloud entwickelt in den nächsten fünf Jahren eine neuartige Plattform für Machine Learning in der Medizinischen Forschung. Dabei wird ein innovativer Ansatz nach dem Prinzip "Privacy by Architecture" verfolgt, der dezentrale Datenhaltung anstatt eines zentralen Datenpools vorsieht: Die sensiblen Gesundheitsdaten können in der jeweiligen Institution verbleiben, wo sie angefallen sind, und per Federated Machine Learning trotzdem in ihrer Gesamtheit von zentraler Stelle beforscht werden. Damit minimiert FeatureCloud Risiken des Datenschutzes und der Datensicherheit und befördert so das Entstehen einer neuen Vertrauensbasis zwischen Betroffenen und Anwendern.

Das Research Institute ist stolz darauf, Teil des Projektkonsortiums zu sein und den Datenschutz bereits von Beginn an in der Architektur der geplanten Plattform verankert zu haben. Weitere Partner im Projekt sind: Phillips Universität Marburg, Medizinische Universität Graz, Syddansk Universitet, SBA Research, Universiteit Maastricht, Concentris Research Management GmbH und Gnome Design. Das Projekt wird im Rahmen des H2020-Programms der Europäischen Kommission finanziert.

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Christof Tschohl im Interview zum Anlass des 13. Europäischen Datenschutztages.

Anlässlich des 13. Europäischen Datenschutztages am Vortag lud die Datenschutzstelle des Fürstentum Liechtenstein am 29.01.2019 in Vaduz zum Symposium ein und beschäftigte sich dort mit der Frage, wie Betroffene ihre Rechte effizient durchsetzen können. Dazu referierte Christof Tschohl vor mehr als 250 interessierten TeilnehmerInnen. Wichtige Umsetzungsfragen der DSGVO sind noch nicht ausjudiziert, weshalb es unter anderem einer aktiven Zivilgesellschaft bedarf, um Rechtsfragen an höchste Instanzen der Rechtsprechung heranzutragen und Rechtssicherheit für Betroffene und Verantwortliche herzustellen.

In einem Interview dazu schildert Christof Tschohl insbesondere Möglichkeiten und Hemmnisse bei der Durchsetzung von Betroffenenrechten und macht den Unterschied zwischen legitimer und rechtswidriger Datenverarbeitung an konkreten Beispielen greifbar.

Die Präsentation von Dr. Christof Tschohl, die Auswertung der interaktiven Umfrage sowie die Zeitungsartikel sind ab sofort hier abrufbar.

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Artikel: Welche Rolle spielt die Interessenabwägung der DSGVO bei Speicherfristen?

Die Datenschutzbehörde (DSB) hat infolge der Beschwerde einer betroffenen Person ausgesprochen, dass ein Betreiber eines Telekommunikationsdiensts das Recht der Betroffenen auf Geheimhaltung dadurch verletzt hat, dass dieser personenbezogene Daten über den zulässigen Zeitraum hinaus speicherte.

Gegen diese E wurde kein Rechtsmittel eingelegt, sodass sie in Rechtskraft erwachsen ist. In der Datenschutzpraxis führte diese E zu Vermutungen, die DSB würde damit eine generelle, sehr restriktive Haltung in Bezug auf legitime Aufbewahrungsdauer und -zwecke einnehmen.

Der vorliegende Beitrag zeigt, warum diese E nicht verallgemeinerungsfähig ist und bei der Betrachtung dieser Themen Umsicht und Differenzierung geboten sind.

Hötzendorfer, W., Kastelitz, M., Scheichenbauer, H., Tschohl, C.: Erste Entscheidung der DSB zu Speicherfristen: Welche Rolle spielt die Interessenabwägung?, Dako 2018, 113. 

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Vortrag von Heidi Scheichenbauer zum Thema Geodaten und DSGVO an der Universität Salzburg

Die Verarbeitung von Geodaten wirft zahlreiche datenschutzrechtliche Fragestellungen auf. Bislang wurde das Thema Geodaten und DSGVO in Lehre und Literatur jedoch kaum behandelt. Im Rahmen des Vortrages wurden die Fragen des Personenbezuges von Geodaten und das Verhältnis zur Inspire-Richtlinie bzw. dem Geodateninfrastrukturgesetz behandelt.

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Vortrag von Walter Hötzendorfer und Jan Hospes bei der Cyberspace 2018

Die Vortragenden präsentieren auf der Cyberspace 2018 in Brno am 1. Dezember 2018 erste Ergebnisse des Forschungsprojekts VIRTCRIME. Im Zuge dessen wurde zunächst die Analyseplattform GraphSense vorgestellt, und ein Einblick in die Funktionsweise von Privacy Coins (Monero, Zcash) gewährt. Im Anschluss werden Implikationen der 5. Geldwäscherichtlinie und die Grenzen ihrer Wirksamkeit in Bezug auf die genannten Privacy Coins erörtert. Danach wurden Problemstellungen der Sicherstellung virtueller Währungseinheiten und diesbezügliche Lösungswege aufgezeigt. Zuletzt wurde auf mögliche zukünftige Regelungen eingegangen.

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