Forschungsprojekt PALM: Einblicke in den Technikworkshop beim BMJ

Auf Einladung der app informatics zt gmbh kamen die Projektpartner im FFG-geförderten Projekt „PALM – Prison Analytics with Large Language Models“ am 21. April 2026 zu einem Workshop in den Räumlichkeiten des Bundesministeriums für Justiz (BMJ) zusammen, um die technischen Anforderungen weiter zu schärfen und zentrale Fragestellungen zu vertiefen. Das Research Institute war durch Robert Rothmann und Madeleine Müller vertreten und brachte seine rechtliche und ethische Expertise aktiv in die Diskussionen ein.

 

Projekthintergrund und Ziele

Im Zentrum von PALM steht die Frage, wie sich Datenabfragen im österreichischen Strafvollzug mit Ansätzen der künstlichen Intelligenz (KI) verknüpfen lassen, um das Personal in den Justizanstalten zu unterstützen und die Sicherheit im Vollzug zu erhöhen (hier gibt es nähere Infos zum Projekt). Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, dadurch den Zugang zu bestehenden Informationen zu demokratisieren, die Arbeitsprozesse im Strafvollzug zu verbessern und effizienter zu gestalten sowie den Ansatz der „Dynamischen Sicherheit“ in Justizanstalten zu stärken. Im Vordergrund steht dabei die spezifische Adaption von Large Language Models.

 

Multidisziplinäres Konsortium

Das Konsortium hinter PALM vereint mit den Organisationen Joanneum Researchapp informatics zt gmbhPKE Holding AGSoftware Competence Center Hagenberg GmbH und dem Bundesministerium für Justiz Expertise in den Bereichen künstliche Intelligenz, Entwicklung von Informationstechnologien, Sicherheitstechnik sowie Strafvollzugsmanagement. Dem Research Institute – Digital Human Rights Center kommt dabei als Partner mit seiner Kompetenz im Datenrecht und über die Durchführung einer Risiko- und Folgenabschätzung eine besonders wichtige Rolle innerhalb des Projekts zu.

 

Partnerworkshop und konzeptionelle Arbeit

Im Rahmen des Workshops wurden sowohl technische Konzepte weiterentwickelt als auch rechtliche und ethische Rahmenbedingungen diskutiert. Es zeigte sich einmal mehr, dass diese Bereiche eng miteinander verknüpft sind und von Anfang an in der Entwicklungsphase mitbedacht werden müssen. Gerade in einem sensiblen Umfeld wie dem Strafvollzug ist es entscheidend, dass KI-Systeme vertrauenswürdig gestaltet werden und den Menschen in den Mittelpunkt stellen, weshalb interdisziplinäre Zusammenarbeit eine zentrale Voraussetzung für den Projekterfolg darstellt.

Das Research Institute sieht in PALM ein besonders spannendes Forschungsfeld, da hier technologische Innovation und rechtliche Verantwortung unmittelbar ineinandergreifen. Daher freut sich das Team darauf, weiterhin zur Sicherstellung hoher grund- und datenschutzrechtlicher Standards im Projekt beizutragen und die Zusammenarbeit innerhalb des Konsortiums weiter zu vertiefen.