Verantwortung im Zeitalter der Digitalisierung in Europa
Mit dabei auf dem Podium: Heidi Scheichenbauer vom Research Institute – Digital Human Rights Center. Sie bringt die Perspektive digitaler Grund- und Menschenrechte in die Diskussion ein – genau dort, wo KI-Anwendungen in der Sozialen Arbeit besonders sensibel sind: bei Teilhabe, Schutz, Unterstützung und fairen Entscheidungen.
KI ist längst im Alltag angekommen. Auch dort, wo es besonders sensibel ist: in der Sozialen Arbeit. Tools wie ChatGPT werden in Rekordzeit zu verbreiteten Werkzeugen für Schreibarbeit, Wissensarbeit und Entscheidungsunterstützung. Gleichzeitig stellt sich immer drängender die Frage: Wann eröffnet der Einsatz von KI wirklich Chancen und wann drohen (unbeabsichtigt) Benachteiligungen?
Genau hier setzt der NOW! URBI Science Talk an. Unter dem Titel „Chancengerechtigkeit und KI in der Sozialen Arbeit: Ein Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis“ beleuchten wir Chancen und Risiken von KI aus einer geschlechter- und diversitätsreflektierenden Perspektive und bringen wissenschaftliche Erkenntnisse mit konkreter Praxiserfahrung zusammen.
Warum dieses Thema jetzt wichtig ist
KI-Systeme sind nicht neutral. Sie können gesellschaftliche Machtverhältnisse und Diskriminierungsstrukturen reproduzieren. Gerade dann, wenn sie in Feldern eingesetzt werden, in denen es um Teilhabe, Unterstützung, Schutz und gerechte Ressourcenverteilung geht. Der Science Talk fragt daher nach Grenzen und Potenzialen und danach, wie KI-Nutzung in der Sozialen Arbeit chancengerechter gestaltet werden kann – inklusive der damit verbundenen ethischen Verantwortung.
Programm
- Begrüßung: Vizedekan Univ.-Prof. Dr. Markus Tilp
- Input: Sabine Klinger, Susanne Sackl-Sharif und Christian Steiner „Zur ambivalenten Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Sozialen Arbeit aus einer geschlechter- und diversitätsreflektierenden Perspektive.“
- Podiumsdiskussion (Stimmen aus der Praxis): Praxisorientierte und ethische Überlegungen zur chancengerechten KI-Nutzung mit Elke Maurer (Jugend am Werk Steiermark GmbH), Anna Six (SOS-Kinderdorf) und Heidi Scheichenbauer (Research Institute – Digital Human Rights Center).
- Moderation: Harald Koberg (Kompetenzstelle Digitale Gesellschaft des Landes Steiermark)
Termin & Ort
- Mittwoch, 25. Februar 2026, 16:30–18:00 Uhr
- Mehrzwecksaal, Merangasse 70, 8010 Graz
Teilnahme
Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich – spontane Teilnahme ist willkommen. Wenn du vorab Bescheid geben möchtest: christina.schmieder@uni-graz.at
Hinweis: Im Rahmen der Veranstaltung werden Foto-/Filmaufnahmen erstellt und für Öffentlichkeitsarbeit (Website Uni Graz/Fakultät) verwendet.

