KI-Regulierung und gesellschaftliche Verantwortung: Ein Rückblick auf die Schulung „AI Advanced“ der TU Wien Academy

Am 3. März 2026 fand im Rahmen der TU Wien – Academy for Continuing Education die Schulungsveranstaltung „AI Advanced“statt, die darauf abzielte, fundiertes Wissen über die rasanten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz zu vermitteln. Wir freuen uns besonders, dass unsere Mitarbeiterin Madeleine Müller diese Weiterbildung sowohl als Referentin als auch als Panel-Teilnehmerin maßgeblich mitgestaltet hat.

In ihrem Schulungsblock „Recht und Verantwortlichkeiten der KI“ bot sie einen Querschnitt durch den aktuellen regulatorischen Rahmen für KI, wobei sie insbesondere den EU AI Act behandelte. In ihrem Vortrag ging sie unter anderem auf folgende Kernbereiche ein:

  • Der risikobasierte Ansatz des AI Act: Die Klassifizierung von KI-Systemen in Risikostufen, von verbotenen Praktiken wie Emotionserkennung am Arbeitsplatz über Hochrisiko-Anwendungen, beispielsweise Selektion von Bewerbungen und Bonitätsscoring im Rahmen von Kreditwürdigkeitsprüfungen, bis hin zu den bekannten „Chatbots“.
  • Datenschutz und Transparenz: Die zentrale Rolle der DSGVO sowie das neue „Recht auf Erklärung“ (Art 86 AI Act), um die Intransparenz von KI als „Black-Box“ zu durchbrechen und KI-basierte Entscheidungen überprüfbar zu machen.
  • KI-Kompetenz: Die gesetzliche Pflicht für Anbieter und Betreiber, Personal im sachkundigen und risikobewussten Umgang mit KI zu schulen.
  • Urheberrecht: Komplexe Fragestellungen zur Nutzung urheberrechtlich geschützten Materials für das KI-Training sowie zum rechtlichen Status von Prompts und KI-generierten Outputs.
  • Haftung und Sanktionen: Die Einordnung von Software und damit KI als Produkt unter der neuen Produkthaftungsrichtlinie, Geldbußen nach dem AI Act und zivilrechtliche Haftungsfragen.

Ein weiteres Highlight der Veranstaltung war die Podiumsdiskussion zum Thema „Wieviel KI braucht unsere Gesellschaft?“. Hier vertrat Madeleine Müller die Position, dass Grundrechte im digitalen Raum unter neuem Druck stehen, und erläuterte, wie sich technologische Innovation mit digitaler Mündigkeit, informationeller Selbstbestimmung und Grundrechtsschutz vereinbaren lässt.

Abschließend möchten wir uns beim Organisationsteam der TU Wien für die exzellente Ausrichtung der Schulung bedanken. Es war eine Freude, den Diskurs gemeinsam mit weiteren hochkarätigen Expert*innen führen zu dürfen und gemeinsam in Austausch zu treten.