Sexualisierte Deepfakes im Fokus des Salzburger Landtags

Unsere Kollegin Mirjam Tercero war als Expertin im Ausschuss des Salzburger Landtags eingeladen und hat zur Regulierung und Strafbarkeit von sexualisierten Deepfakes Stellung genommen.

Ausgangspunkt war ein Antrag, der – nach Ergänzungen – als einstimmiger 5-Parteienantrag (ÖVP, FPÖ, SPÖ, KPÖ+, GRÜNE) beschlossen wurde.

Der Antrag enthält zentrale Forderungen an die Bundesregierung:

  • Prüfung, inwieweit die Erstellung und Verbreitung von Deepfakes strafrechtlich erfasst werden kann
  • Nachschärfung rechtlicher Maßnahmen gegen sexualisierte Missbrauchs-Deepfakes – insbesondere hinsichtlich Herstellung, Beauftragung, Verbreitung und Zugänglichmachung
  • Umsetzung der Vorgaben der EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (insbesondere Art 5 und 7)
  • Ausbau von Opferhilfe, Prozessbegleitung und spezialisierter Schulungen für Exekutive und Justiz
  • Verstärkung von Präventions- und Awareness-Maßnahmen, insbesondere im schulischen Bereich
  • Einsatz auf EU-Ebene für eine konsequente Durchsetzung des Digital Services Act
  • Einsatz für die wirksame Umsetzung der Transparenzpflichten des AI Act
  • Einsatz für ein unionsrechtliches Verbot von KI-Praktiken, die ohne Einwilligung sexualisierte Darstellungen realer Personen erzeugen

Die Diskussion macht deutlich, dass sexualisierte Deepfakes zunehmend als ernstzunehmendes rechtliches und gesellschaftliches Problem anerkannt werden. Gleichzeitig zeigt sich, dass bestehende europäische Regelwerke – von Plattformverantwortung bis KI-Transparenz – eine zentrale Rolle bei der Bewältigung dieser Herausforderungen spielen.

🎥 Die Debatte und die Ausführungen von Mirjam Tercero können hier nachgesehen werden:
http://sbgltg.kavedo.com/share.php?d=15_04_2026&i=2