Auftaktworkshop zur Aktualisierung des Leitfadens „Digitale Verwaltung: KI, Ethik und Recht“
Wie kann Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll in der öffentlichen Verwaltung eingesetzt werden? Und welche Orientierung brauchen Behörden, um neue Technologien rechtssicher, ethisch reflektiert und praktisch umsetzbar einzusetzen?
Mit diesen Fragen beschäftigte sich der Auftaktworkshop zur Aktualisierung des Praxisleitfadens „Digitale Verwaltung: KI, Ethik und Recht“, der Anfang März im Bundeskanzleramt stattfand. Organisiert wurde der Workshop vom AIT Austrian Institute of Technology – AI Ethics Lab und dem Research Institute – Digital Human Rights Center im Auftrag des Bundeskanzleramts.
Breite Expertise aus dem öffentlichen Bereich
Rund zwei Dutzend Expertinnen und Experten aus zentralen Institutionen, vorwiegend aus dem öffentlichen Bereich, kamen zusammen, um ihre Erfahrungen mit KI-Anwendungen in Behörden einzubringen. Vertreten waren unter anderem der Verfassungsgerichtshof, die Parlamentsdirektion, die Volksanwaltschaft, die Datenschutzbehörde, der Rechnungshof, die RTR sowie Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden.
Der Workshop hatte ein klares Ziel: zuhören und lernen. Die praktischen Erfahrungen der Verwaltung sollten als Grundlage für die Weiterentwicklung des Leitfadens dienen.
Vom Leitfaden zur praktischen Orientierung
Im Zentrum des Workshops standen Fragen wie:
- In welchen Situationen greifen Behörden tatsächlich auf den Leitfaden zurück?
- Welche Themen sind für den praktischen Einsatz von KI in der Verwaltung besonders relevant?
- Wo braucht es mehr Klarheit, Beispiele oder vertiefende Erläuterungen?
- Welche Herausforderungen entstehen im Spannungsfeld zwischen Innovation, Recht und Ethik?
In Gruppenarbeiten und Plenumsdiskussionen wurden Rückmeldungen gesammelt und priorisiert. Die Ergebnisse bilden einen wertvollen Baustein für die nächste Version des Leitfadens.
Verantwortungsvoller Einsatz von KI in der Verwaltung
Der Einsatz von KI-Systemen in der Verwaltung wirft nicht nur technische, sondern auch rechtliche und ethische Fragen auf. Gerade öffentliche Institutionen müssen sicherstellen, dass digitale Innovation transparent, nachvollziehbar und grundrechtskonform erfolgt.
Der aktualisierte Leitfaden soll Behörden dabei unterstützen,
- KI-Anwendungen besser einzuordnen,
- Risiken frühzeitig zu erkennen,
- rechtliche Anforderungen zu berücksichtigen und
- verantwortungsvolle Entscheidungsprozesse zu gestalten.
Die im Workshop gewonnenen Perspektiven tragen dazu bei, den Leitfaden noch stärker an den praktischen Bedürfnissen der Verwaltung auszurichten.
Nächste Schritte
Die gesammelten Rückmeldungen fließen nun in die Überarbeitung des Leitfadens ein. Ziel ist eine aktualisierte Version, die Behörden eine noch klarere Orientierung beim Einsatz von KI bietet.
Die Arbeiten daran laufen – stay tuned.