Veröffentlichung in Springer Nature >> „Die Rechtsfigur der Einwilligung im digitalen Massengeschäft: Rechtssoziologischer Beitrag zur kritischen Gesellschaftsdiagnose
Der Aufsatz analysiert die Einwilligung als Rechtfertigung zur Verarbeitung personenbezogener Daten und deren strukturelle Übersteuerung im Kontext ubiquitärer Digitalisierung. Vor dem Hintergrund historischer Entwicklungen wird gezeigt, welchen praktischen Unzulänglichkeiten die Willensbekundung per se ausgesetzt ist und wie im standardisierten Massengeschäft bisher damit umgegangen wurde. Dabei erweist sich die Rechtsfigur als dogmatische Fiktion, die über hermeneutische Auslegungsstrategien und Kontrollnormen gestützt werden muss, um funktionsfähig zu bleiben. Die darin ersichtliche Entfremdung wirft schließlich grundlegende Fragen zur Zukunft informationeller Selbstbestimmung im digitalen Massengeschäft auf.
Rothmann, R. (2026): „Die Rechtsfigur der Einwilligung im digitalen Massengeschäft. Rechtssoziologischer Beitrag zur kritischen Gesellschaftsdiagnose“ in: Datenschutz und Datensicherheit (DuD), Volume 50, Issue 6, 325–331.
DOI: https://doi.org/10.1007/s11623-026-2257-x