Am 19. Jänner 2026 startete das Projekt VolunSphere mit einem Kick-off, bei dem das Research Institute durch Christof Tschohl und Georg Fröwis vertreten war. Ziel des Projekts ist es, ein Konzept zu erarbeiten, wie der bestehende Digitale Freiwilligenpass (DFP) in eine Plattform für freiwilliges Engagement transformiert werden kann. Das Projekt wird im Rahmen des KIRAS Sicherheitsforschungsprogramms des BMF gefördert und über die FFG abgewickelt.

Im Fall einer Krise oder Katastrophe sollen Freiwillige kompetenzbasiert aktiviert und entlang der Phasen des Katastrophenmanagementzyklus eingesetzt werden können. Gleichzeitig soll freiwilliges Engagement im Alltag attraktiver werden und Organisationen sollen dabei unterstützt werden, Freiwillige zu gewinnen und zu halten. Die geplante Plattform soll Freiwillige, Organisationen, BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) und weitere Stakeholder vernetzen, informieren und Digitalisierungsprozesse in der Freiwilligenarbeit unterstützen.

Im Projekt werden zentrale Grundlagen für eine spätere Umsetzung erforscht: Dazu gehören Governance-Strukturen und der organisatorische Rahmen zur Steuerung einer zukünftigen Plattform, Trust-Frameworks, Interoperabilität, konzeptuelle Systemarchitektur sowie Empfehlungen zur technischen und organisatorischen Zusammenarbeit von Freiwilligenorganisationen. Ein Schwerpunkt liegt auch auf datenschutzgerechtem und verantwortungsvollem Umgang mit Daten sowie auf den rechtlichen und ethischen Rahmenbedingungen.

Auch die praktische Anschlussfähigkeit steht im Fokus: Analysiert werden administrative Prozesse, Kommunikations- und Austauschmöglichkeiten sowie Schnittstellen zu bestehenden Freiwilligenmanagement-Systemen – insbesondere, um sowohl kleinere, oft noch offline arbeitende Organisationen als auch größere Organisationen mit bestehenden Lösungen einzubinden. Europäische Ansätze (z. B. Gaia-X) werden auf ihre Anwendbarkeit in Österreich geprüft.

Durch partizipative Forschung sollen Stakeholdergruppen früh eingebunden und Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine nutzer*innenorientierte, interoperable und vertrauenswürdige Umsetzung ermöglichen. Perspektivisch kann ein „DataSpace for Volunteers“ als digitaler Raum dazu beitragen, die Aktivierung Freiwilliger in Krisen zu erleichtern, formelle mit informeller Hilfe zu vernetzen und so die gesamtgesellschaftliche Resilienz zu stärken.

Das Konsortium umfasst Partner, die schon in den Projekten CERTIFIER bzw. CIvolunteer zusammengearbeitet haben, sowie das BMASGPK als Bedarfsträger. Wir freuen uns, auf ein spannendes Projekt, das Ergebnisse, die wir bereits mit früheren Partnern erarbeitet haben, weiterführt und die Freiwilligenarbeit voranbringt.

Wir bieten Consulting mit der gesamten Expertise unserer Forschung. Research Institute